Vom Scheitern am Stucklistock

Warm war es nicht, als wir alleine in der Morgendämmerung von Färnigen 1455m starteten. Anfangs mussten wir über einige Lawinenkegel turnen und die Skier über einen kleinen Absatz wuchten. Ab Juppen kamen wir aber auf der harten, mit einer ca. 10cm dicken, pulvrigen Schneeschicht bedeckten Unterlage zügig voran. Ziemlich steil ging’s hinauf über Stuckli zum Rütifirn und an die Westflanke des Stucklistocks. Über diese wollten wir wie beim letzten Mal auf den Nordgrat hinauf und weiter zum Gipfel. Was wir von weiter unten nicht sahen, offenbarte sich uns beim Näherkommen: ein eindrücklicher Bergschrund, den wir nicht ohne zusätzliches Sicherungsmaterial überwinden wollten (wegen der erwarteten geringeren Schwierigkeiten in der Flanke war das grosse Paket zuhause geblieben). Schade eigentlich, denn über dem Schrund sah die Flanke ziemlich gut begehbar aus. Aber wenn der Gipfel nicht klappt, dann gibt es immerhin eine Abfahrt: nach dem leichten Winddeckel auf dem Gletscher freuten wir uns weiter unten über herrliche Pulverschwünge die steilen Hänge hinab.

Skitour – 09. Februar 2018, ZS, ↑1600m, AlpinoM & N.A.